Babyschwimmen auf kinderalltag.de

Babyschwimmen

Wer kennt es nicht, ein Foto von einem süßen wohlgenährten Baby, das im klaren blauen Wasser eines Pools vollständig unter Wasser schwimmt. Offene Augen, angehaltene Luft und ein Lage im Wasser, die eigentlich ganz natürlich aussieht. Ist Babyschwimmen tatsächlich etwas, was den Kindern im Blut liegt und bringt es dem Kind etwas?

Was ist Babyschwimmen

Babyschwimmen wird meistens ins Kursen angeboten. In ausreichend warmen Becken wird unter Anleitung mit Babys und Kleinkindern in Kleingruppen geschwommen. Babys können natürlich nicht schwimmen, viele genießen das warme Wasser aber sehr und bewegen sich intensiv im Wasser. Babyschwimmen ist kein Schwimmkurs, bei dem die Kinder lernen zu schwimmen. Auch ist nicht erwiesen, dass der frühe Konktakt mit Wasser später Vorteile beim Schwimmenlernen bringt. In erster Linie ist Babyschwimmen eine Möglichkeit das Baby zu spüren und es Erfahrungen mit dem Element Wasser machen zu lassen.

Was bringt es

Auf jeden Fall bringt das Babyschwimmen eine kleine Sporteinheit für das Baby. Es bewegt sich intensiv im warmen Wasser. Je nach Lage muss es auch den Kopf aktiv über Wasser halten. Abgesehen von der Bewegung hat das Kind im Wasser auch eine ungewohnte und interessante Erfahrung. Die Beührungsreize auf der Haut sind etwas Neues und Interessantes für das Kind. Die motorische Entwicklung des Kindes wird gefördert und damit und durch die neuen Reize die Entwicklung gefördert. Die Eltern lernen das Kind sicher zu halten und können relativ gefahrlos verschiedene Techniken ausprobieren. Nicht zuletzt stärkt der gemeinsame Aufenthalt im Wasser auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Ab wann ist Babyschwimmen sinnvoll?

Das richtige Alter

Wer mit seinem Kind Babyschwimmen möchte, der sollte sich bewußt sein, dass das Wasser auch gewisse Gefahren birgt. Kinder werden mit dem sogenannten Atemanhalte-Reflex geboren. Wielange dieser Reflex aktiv ist, also wielange man sein Kind gefahrlos unter Wasser tauchen kann, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Bereits im Alter von 4 Wochen kann der Atemanhalte-Reflex vollständig verschwinden. Meist aber erst mit etwa 6 Monaten. Das Baby läuft dann Gefahr zu ertrinken. Auch wenn kein Wasser, dank des Atemanhalte-Reflex, in die Lunge gelangt, schlucken Babys unter Umständen große Mengen an Wasser. Das kann im Extremfall den Elektolyt-Haushalt der Kleinen aus dem Gleichgewicht bringen. Gefährlicher sind allerdings Bakterien und Viren, die im Wasser enthalten sind.

Risiko Wasser

Tatsächlich erkranken Kinder, die Babyschwimmen besuchen, deutlich häufiger an Magen-Darm-Infekten, als andere Kinder. Auf jeden Fall sollte man mit dem Babyschwimmen warten, bis die Rotaviren-Impfung abgeschlossen ist. Rotaviren überleben auch gechlortes Wasser uns stellen eine große Gefahr dar. Man sollte daher auch mindestens 14 Tage bis nach der letzten Teilimpfung mit dem Schwimmen warten, da das Kind in der Zeit noch Impfviren abgeben kann und damit evtl. andere Kinder gefährdet. Neben dem Magen-Darm-Trakt können sich beim Tauchen die Gehörgänge entzünden. Ist das Baby allergiegefährdet sollte man unbedingt mit dem Kinderarzt Rücksprache halten.

Eine weitere Gefahr, die vom Wasser ausgeht, ist Unterkühlung. Wasser leitet Wärme deutlich besser als Luft und kühlt das Baby um ein vielfaches schneller aus, als die Luft. Das Wasser muss daher zumindest 30° warm sein. Nach dem Schwimmen sollte man das Baby rasch Füttern um es beim Aufwärmen zu unterstützen.

Darauf sollte man achten

Für das Babyschwimmen sollte man einen Kurs wählen, der außerhalb der üblichen Schlafenszeiten des Babys stattfindet. Vor der Anmeldung sollte man sich erkundigen, welche Qualifikation die TrainerIn hat. Es gibt hier keinerlei Vorgaben und theoretisch kann jeder einen Kurs leiten. Vor dem Schwimmen darf das Baby mindestens 30 Minuten lange nicht gefüttert werden. Am meisten Spaß macht es, wenn es weder Hunger, noch einen vollen Magen hat. Optimal ist es, wenn kurz nach dem Kurs die nächste Mahlzeit fällig wird. Das Baby sollte vor dem Schwimmen nicht eingeölt, oder eingecremt werden, weil es sonst im Wasser schwer festzuhalten ist. Je nach Alter gibt es geeignete Schwimmhilfen und natürlich braucht man für die Kleinen eine Schwimmwindel!

 

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