Bauklötze tun weh

Welche Mutter kann bei einem Satz, wie „seit ich Kinder habe trage ich Hausschuhe.“ nicht verständnisvoll lächeln. Die lieben Kleinen schaffen es mit einer erstaunlichen Effizienz ihr Spielsachen gleichmäßig in der ganzen Wohnung zu verteilen, wenn man sie nicht rechtzeitig daran hindert.

Meiner Erfahrung nach ist es eine goldene Regel, dass man den Kindern in der Erziehung unbedingt Grenzen setzen muss. Ordnung und Sauberkeit sind mir persönlich sehr wichtig und so versuche ich diese Tugenden auch meinem Nachwuchs beizubringen. Es ist einfach wichtig das Kind schon beim ersten Spielzeug, das es im Wohnzimmer fallen lässt sofort in die Pflicht zu nehmen. Ein einziges Teil ist nur der Anfang. Lässt man die Kinder ungebremst das Inventar ihres Kinderzimmers holen und irgendwo ablegen, dann artet das abendliche Aufräumen in einen mittleren Frühjahrsputz aus. Zusätzlich zu meinem Sauberkeitswahn macht es  mich auch noch sehr unruhig, wenn mal ein Teil von einem Spiel fehlt. Wenn der sechste Feuerwehrmann, oder der neunte Kegel am Abend nicht wieder an seinem Platz liegt, sitzt, steht, oder hängt werden bei uns zu Hause Möbel gerückt und mehrere Familienmitglieder liegen am Boden um unter Kästen, dem Kühlschrank und der Bank nach dem vermissten Spielzeug zu suchen. Um also dieses Chaos zu reduzieren bin ich immer sehr bemüht die Kleinen dazu anzuhalten in ihrem Zimmer zu bleiben solange sie spielen.

Ich achte darauf, den Kindern beizubringen, dass Spielzeug ins Kinderzimmer gehört. Hin und wieder ist es aber recht stressig, oder ich bin durch eine Tätigkeit, wie Wäsche aufhängen, oder kochen so beschäftigt, dass ich nicht mitbekomme, wenn die kleine Prinzessin und der Bauarbeiter ihren Schmuck und ihr Werkzeug auf, neben und unter der Bank verstreuen. Abgesehen davon, dass so eine Unordnung bei uns gefährlich werden kann, weil meine Kleinste gerade robbt und alles in den Mund steckt, was sie findet ist es auch eine Menge arbeit für alle Beteiligten, das Chaos wieder zu beseitigen.

Mir persönlich ist es wichtig die Kinder immer in die Pflicht zu nehmen, wenn es ums Aufräumen geht. Klar kann es mal vorkommen, dass es spät ist, oder wir länger nicht zu Hause waren und das Kinderzimmer nochmal aufgeräumt werden muss, bevor die Kinder in Bett gehen, aber zumindest anwesend sollten die Kinder dann doch sein. Wenn sie auch nur ein Teil wieder in die Spielzeugkiste legen, oder ein Buch ins Regal zurückbringen ist das schon mal ein guter Anfang und der Grundstein dafür, dass ich später einmal nicht mehr allabendlich auf den Knien durchs Kinderzimmer rutschen muss.

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