Der Reiz des Neuen

Ein Apfel ist eine wahre Vitaminbombe. Er ist wohlschmeckend und gesund und sollte einen festen Platz in der Ernährung kleiner Kinder haben. Am besten schmeckt oft der erste Bissen und dann verliert der aktuelle Apfel sehr rasch seine Attraktivität.

Wir haben auf unserem Esstisch eine Obstschale, die immer mit Äpfeln gefüllt ist. Wir nehmen die Äpfel, in Spalten geschnitten, bei unseren Spaziergängen mit und bieten oft auch unter Tags einen Apfel als Zwischendurchmahlzeit an. Wenn der Apfel entkernt und in Spalten verabreicht wird gibt es auch kein Problem. Meine Kinder essen die Äpfel rückstandsfrei und mit Appetit. Hin und wieder haben die Kleinen aber auch mal zwischendurch Lust auf einen Apfel. Meistens melden Sie das auch ordnungsgemäß an und bitte darum, dass ich Ihnen einen Apfel aufschneide. Oft passiert es aber, dass sie der Hunger übermannt und sie auf eigene Faust den Tisch erklimmen um beherzt in einen der schönen glänzenden Äpfel zu beißen. Soweit keine Einwände. Genau deswegen stehen die Äpfel ja auch am Tisch und ich finde es auch sehr erfreulich, wenn sie freiwillig Obst essen. Allerdings gibt es meistens nach dem Ersten, spätestens nach dem zweiten Bissen aber ein Problem. Ganz offensichtlich schmeckt der dritte Bissen bei weitem nicht so gut, wie der erste. Daher legen meine Kleinen den Apfel ganz gerne zurück in die Obstschale und greifen zum nächsten. Der wird wieder beherzt angebissen und danach wieder feinsäuberlich zurückgelegt. Ganz hab ich den Beweggrund dafür zwar noch nicht verstanden, ich habe mich aber damit abgefunden, dass immer wieder angebissene Äpfel in unserer Obstschale liegen. Meistens werden sie noch am selben Tag klein geschnitten und anstandslos gegessen und schlimmstenfalls muss der Apfel eine Nacht im Kühlschrank verbringen um am nächsten Tag verarbeitet zu werden.

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