Ein Plädoyer für leichte Schulranzen auf kinderalltag.de

Ein Plädoyer für leichte Schulranzen

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Gerade ist die Älteste meiner Drei in die Schule gekommen und schon steht das Ende des Schuljahrs vor der Türe. In drei Monaten gibt es die ersten Noten und meine Kleine darf zum ersten Mal in die Sommerferien. Zeit ein kleines Resümee zu ziehen. Ich habe am Anfang des Schuljahrs viel Geld für einen ordentlichen Schulranzen ausgegeben. Es hat sich gelohnt. Ich kann nur jedem raten leichte Schulranzen zu kaufen und nicht in erster Linie aufs Geld zu achten.

4 Jahre Grundschule

Die Volksschule hier in Österreich wird sie für 4 Jahre besuchen. Mein Plan sieht momentan vor, dass sie ihren Schulranzen bis zum Ende des vierten Jahres verwenden kann. Momentan sieht es ganz danach aus, dass das funktionieren wird. Der Schulranzen sieht aus wie neu und hat keine Mängel. Er ist in den 7 Monaten nicht einmal schmutzig geworden. Auch wenn er bei uns ordentlich behandelt wird und meine Tochter oft mit dem Auto zur Schule gebracht wird ist das für mich ein Zeichen der Qualität auf die ich gesetzt habe.

Sparen am falschen Ort

Leichte Schulranzen sind teurer als schwere. Teilweise sogar um mehr als das doppelte. Statt 80 bis 100€ für einen günstigen Ranzen bezahlt man bei den teuersten 200€ und mehr. Das sieht auf den ersten Blick natürlich viel aus, aber bedenkt man, dass das Kind damit für 4 Jahre lang jeden Tag zur Schule gehen wird, also 10 Monate pro Jahr über 4 Jahre, dann kostet ein teurer Ranzen bis zu 6€ im Monat. Mit einem günstigen Schulranzen kann man für 2€ im Monat auskommen. Es geht also um 4€ pro Monat, die der Unterschied im schlimmsten Fall ausmacht. Auch wenn leichte Schulranzen teuer sind sollte man bei dieser Investition nicht kleinlich sein.

Vergleichen lohnt

Wer sich einen Schulranzen Onlineshop ansieht, der wird schnell feststellen, dass die Händler viele Modelle weit unter dem Listenpreis verkaufen. Auch die Vorjahrsmodelle sind immer noch modern, aber viel günstiger zu bekommen, als die aktuellen Schulranzen. Wer sich ein wenig umsieht, der kann auch ein Spitzenmodell für einen vernünftigen Preis bekommen. Mit der Qualität des Schulranzen investiert man direkt in die Gesundheit des Kindes. Das Gewicht ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Tonnenschwere Last

Unsere Klassenlehrerin ist sehr bedacht darauf, dass nur die notwendigen Bücher und Hefte nach Hause gebracht werden. Meine Kleine war letztens einmal ein paar Tage krank und wir waren in der Schule um alle Bücher zum Nacharbeiten abzuholen. Am ersten Tag an dem sie wieder zur Schule ging, war ihr Schulranzen unglaublich schwer. Das Gewicht an den Schultern der Kinder ist nicht zu unterschätzen. Ein billiges Modell kann fast 2 Kilogramm wiegen. Leichte Schulranzen bringen gerade mal 800 Gramm auf die Waage. Die Mittelklasse liegt bei 1,2 Kilogramm. Nur 400 Gramm Unterschied also. Allerdings sollte man das in Relation setzen. Für mein kleines Mädchen sind diese 400 Gramm genausoviel wie für mich etwas über 1 Kilogramm. Ein relativ hohes Gewicht, das zusätzlich an den Schultern zieht und auf die Wirbelsäule drückt.

DIN-Norm und Studien

Tatsächlich besagt die DIN Norm heute, dass ein Schulranzen nicht mehr wiegen darf, als 10% des Körpergewichts. Studien zeigen, dass Kinder erst bei einer Belastung von mehr als 20% des eigenen Körpergewichts wirklich gefährdet sind. Der Hüftwinkel verändert sich und die Schritte werden länger um das Gewicht auszugleichen. Die Grundschüler laufen also leicht vorgebückt. Bedenkt man, dass es für ein 6-jähriges Mädchen ziemlich normal ist 20 Kilogramm zu wiegen, dann sprechen wir bei den 10% von 2 Kilogramm und von 4 Kilogramm, wenn es um 20% geht. Wiegt der Schulranzen also mehr als 4 Kilogramm, dann kann das für ein zartes kleines Mädchen bereits gesundheitliche Probleme bringen.

Schweres Wissen

Hat man einen normalen Schulranzen, dann ist man schon knapp an der 10% Grenze. Ist das eigene Kind groß für sein Alter und kräftig gebaut, dann ist das nicht unbedingt ein Problem und man hat etwas mehr Spielraum. Ist das Kind aber selbst leicht und klein, dann können 400 Gramm über gesunde, oder schädliche Haltung beim Weg zur Schule entscheiden. Im Fall meiner Tochter kann man bedenkenlos etwas mehr als 3 Kilogramm zuladen. Außerdem sind leichte Schulranzen meist auch in vielen anderen Punkten den billigen Modellen überlegen. Es gibt einen Gürtel mit dem der Ranzen fixiert wird und die Rückwand ist gebogen, damit der Ranzen nicht direkt auf dem Rücken aufliegt. Gute Schulranzen kann man auch gut an die Größe des Kindes anpassen, also nicht nur die Länge der Riemen anpassen, sondern auch den Abstand und die Höhe.

Leichte Schulranzen

Das Thema Rückengesundheit bei Schulkindern wird immer wieder diskutiert. Die 10% Körpergewicht, die die DIN Norm als Maximalgewicht vorsieht sind im Schulalltag kaum einzuhalten. Zumindest nicht in der ersten und wahrscheinlich auch nicht in der zweiten Klasse. Die 20%, die in einigen Studien als Grenze genannt werden an manchen Tagen sicherlich auch überschritten. Ein paar Bücher und Hefte und schon hat man ein paar Kilogramm beisammen, die das Kind überlasten. Leichte Schulranzen können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Die 2, 3, oder 4 Euro die man pro Monat dafür sparen muss, sind gut investiertes Geld. Man kann leichte Schulranzen aber auch recht günstig bekommen, wenn man sich ein wenig umsieht. Auf jeden Fall sollte meiner Meinung nach das Gewicht ein wichtiges, oder eigentlich das wichtigste Kaufkriterium sein.

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