Schnupfen, Husten, Heiserkeit – Erkältung

Winter ist toll. Zumindest solange man in der Wohnung steht und es herrlich schneit. Winterwonderland, soweit man sieht, und der knirschende Schnee unter den Schuhen, wenn man geht. Herrlich! Herrlich kitschig, allerding. Das echte Leben sieht nämlich anders aus. Kein Schnee, klirrende Kälte und unangenehmer Wind machen den Weg in die Kita zur Tortur. Und dann kommt die kleine, aber hartnäckige Erkältung.

Zwiebellook

Der Kaffee und die Zigarette auf dem Balkon gehört einfach dazu. Ich weiß, dass beides ungesund ist, aber es ist nun mal ein Teil von mir. Was ich normalerweise in aller Ruhe genieße, während ich entspannt auf einem der beiden Stühle sitze, die dort stehen, bleibe ich dieser Tage lieber stehen. Es bleibt bei knapp 1° Celsius wenig Zeit, bevor der Kaffee, oder abstehende Körperteile abfrieren. Am Tagen wie diesen werden die Kleinen in mehrere Schichten verschiedenster Kleidung gepackt. Unter Protest zieht mein Sohn ein Unterhemd an und das Sommerkleid, das die Älteste so gern getragen hätte bleibt im Schrank. Gefütterte Schihosen, warme Jacken, Hauben, Schals, Handschuhe und die Winterstiefel kommen nacheinander an ihren Platz und sorgen dafür, dass die kleinen mit leicht abstehenden Arme im Stechschritt in die Kita marschieren ohne viel von ihrer Umwelt wahrzunehmen. Haube und Schal begrenzen das kindliche Gesichtsfeld nach allen Richtungen.

Kita-Garderoben-Versäumnisse

Die Garderoben in unserer Kita sind süß. In bunten Farben bemalte Bänke mit Haken und einem Abstellfach für die Schuhe. Darüber ein Brettchen mit einer kleinen Box. Die Box ist ideal für das Platzieren von Haube, Schal und Handschuhen. Das wars dann aber auch schon mit ideal. Die winzigen Haken sind für Sommertage gemacht. Hat man nichts, was man aufhängen möchte, dann sind die Haken einfach toll. Will man aber Schihose, Jacke und wenn es richtig kalt ist auch noch die Weste, sowie natürlich die obligatorische Tasche aufhängen, dann erreicht man schon beim zweiten der 4 Teile die Kapazitätsgrenze des Haken. Ähnlich ist es bei den Schuhen. Die Bretter unter dem Sitz machen schon Sinn. So kann man den Boden zu jeder Zeit aufwaschen, aber ein ordentlicher Winterstiefel in Größe 28 hat einen Schaft, der da einfach nicht drunter will. Er muss aber, also wird der Stiefel geknickt und mit Gewalt an seinen Platz gestellt.

Faktor Neun

Drei Kinder und dreimal soviel Kleidung, wie im Sommer heißt, dass Mama in der Kita gefühlt den halben Vormittag verbringt. Die Kleinste muss komplett ausgepackt werden und wird dann in die Krabbelgruppe gebracht. Mein Sohn braucht wenig Hilfe, ist an manchen Tagen aber einfach unmotiviert sich selbst auszuziehen. Also Junge aus der Hose pulen und Kleidung nach einem augeklügelten System so auf dem Haken platzieren, dass sie sich auch dann hält, wenn die Jausenbox aus dem Rucksack gekramt wird. Die Älteste braucht keine Hilfe mehr. Sind die beiden anderen Versorgt ist sie meist schon fertig mit allem und bringt noch ihren Haarreifen in Stellung. Hosenbein und Ärmel müssen höchstens noch gerade gezogen werden, ansonsten ist alles an seinem Platz. Die Kälte hat aber auch andere unangenehmere Auswirkungen.

Rotznasen

Die Kälte sorgt dafür, dass den Kindern literweise ekeliges Zeug aus der Nase läuft. Schnaufen und Schniefen den ganzen natürlich mit dem Ärmel über die Nase gefahren. Ein Aha-Erlebnis hatten wir gestern. Panisch habe ich meinen Mann gerufen und gebeten sich das Gesicht der Kleinsten anzusehen. Sie hatte eine Art Ausschlag mit kleinen Pünktchen im Gesicht. Er hat es sich angesehen, aber auf die Kälte zurückgeführt. Kurz danach haben wir die Kinder zu Bett gebracht und natürlich ordentlich sauber gemacht. Nachdem wir das Gesicht der Kleinen gewaschen hatten, war kein Ausschlag mehr da. Die Erkältung der Kinder sorgt dafür, dass sie permanent mit Dreck um die Nase durch die Gegend laufen. Auch wenn man noch so oft mit Feuchttüchern wieder das Kindergesicht freilegt und aus der dunklen klebrigen Schicht eine Oberlippe und zwei Wangen herausarbeitet, nach fünf Minuten ist wieder alles beim Alten.

Erkältung in der Nacht

Besonders schlimm und hartnäckig ist in dieser Zeit der Husten. Diese Ausprägung einer Erkältung nimmt man am ehesten wahr. Meine Kleinste ist momentan davon betroffen. Sie schläft neben unserem Luftbefeuchter und eine Duftlampe verströmt den intensiven Duft von Thymianöl um Ihre Hustenanfälle in der Nacht zu vermeiden. Oft hustet sie ein wenig und schläft weiter. Momentan ist ihr Husten aber so extrem, dass sie durch das Husten aufwacht. Ein Spülen der Nase mit Kochsalzlösung bringt dann wenigstens Entspannung in der Nase. Der Husten bleibt aber für eine Weile und stört ihren und meinen Schlaf erheblich.

Was tun gegen Erkältung

Man kann eigentlich garnichts gegen eine Erkältung machen. Hält man das Kind nicht in einem sterilen Raum bei 21° Celsius, sondern geht raus in die Kälte und lässt es mit anderen Kindern spielen, dann lässt sich eine Erkältung praktisch nicht vermeiden. Auch wenn es unangenehm ist und sich manchmal auch etwas schlimmeres daraus entwickeln kann, sind die Erkältungen der kleinen Kinder meist völlig harmlos und klingen nach ein paar Tagen wieder ab. Der Weg zum Kinderarzt ist in diesem Zusammenhang eher kontraproduktiv. Gerade in der Erkältunsgzeit ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Kind mit etwas schlimmeren ansteckt höher, als dass der Kinderarzt dem erkälteten Kind helfen kann. Hat das Kind also kein Fieber und trinkt ausreichend, hat aber tagelang Schnupfen, oder Husten, sitzen wir das einfach aus.

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