Spaghetti, oder Fischstäbchen?

Jeder, der jeden Tag ein Menü für kleine Kinder auf den Tisch bringen muss kennt das Problem: Die jungen Herrschaften haben nur wenige Lieblingsspeisen und essen wenn, dann nur sehr widerwillig auch mal was anderes. Tagtäglich stellt sich die Frage: Was koche ich heute?

Nein, das ist kein Klischee, das ich hier bemühe. Meine Kinder sind verrückt nach Spaghetti Bolognese und Fischstäbchen. Auch Pommes, ,Würstchen, Wienerschnitzel und klare Suppe werden akzeptiert. Bemüht man sich, den Speiseplan aufzufrischen und auch mal was „gesundes“ anzubieten erntet man meist keine Begeisterung und muss das Mahl dann selber essen.

Vielleicht sind meine Kinder ja die Ausnahme, aber es ist fast unmöglich Ihnen erfolgreich etwas vorzusetzen, was sie nicht kennen und was auf den ersten Bissen nicht umwerfend schmeckt. Ich denke mal, es gibt sicher Kinder die gerne mal was Neues probieren und da und auch mal was runterwürgen um Mutti nicht zu enttäuschen. Meine kleinen Feinschmecker tun sowas aber nie. Ich selber bin auch kein großer Fan von dem Event-Cooking, das viele als Abhilfe für dieses Problem vorschlagen. Man bekommt den Ratschlag mit Spinat und Spiegelei ein lustiges Gesicht aufs Teller zu zaubern, oder das Essen sonstwie am Teller anzuordnen um den Nachwuchs vor lauter Freude vergessen zu lassen, dass es einfach nicht schmeckt. Meine Kleinen würden das definitiv durchschauen 😉

Was tut man also um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen? Meine Strategie sind die anderen Mahlzeiten. Wenn sie sich Mittags am liebsten Kartoffen, oder Nudeln wollen und gerne was Paniertes, oder Gebratenes serviert bekommen, warum sollte ich mir den Stress antun das zu unterbinden? Bei den Nudeln kann man ganz einfach mit den Saucen variieren und muss nicht immer die klassische Fleischsauce anbieten. Die Würstchen müssen auch nicht immer gebraten werden, sondern hin und wieder kann man ein gekochtes Wienerwürstchen servieren. Morgens bekommt mein Nachwuchs jeweils ein Trinkjoghurt. (Ja, da ist Zucker drin, aber sicher auch Joghurt.) Vormittags biete ich normalerweise Rohkost, oder Obst an, das die Kinder immer wieder zwischendurch holen.

Nachmittags, wenn wir einen Spaziergang machen nehmen wir immer Äpfel, oder eine Salatgurke mit. Unterwegs essen meine Kleinen übrigens viel besser, als daheim. Und Abends gibt es meistens Wurst, Käse, Aufstrich und Brot. Den ganzen Tag trinken wir Wasser. In Ausnahmefällen, meistens wenn wir länger unterwegs sind, gibt es Fruchtsaft. Genascht wird ein, oder manchmal auch zweimal am Tag. Dann können meine Kinder sich ein Bonbon, oder ein Stück Schokolade auswählen.

Wenn ihr Euch den Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. anseht liege ich gar nicht so falsch mit meinem Speiseplan. Auch ohne Spinatgesicht 😉

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