Vorsicht Aluminium!

Aluminium ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig. In zahlreichen Verpackungen, aber auch in Autos, Flugzeugen und Gebäuden findet sich das Leichtmetall. Immer wieder lese ich darüber, dass Aluminium gesundheitsschäflich sein soll. Deswegen habe ich einmal ein wenig recherchiert.

Alzheimer und Brustkrebs

Aluminium steht im Verdacht Alzheimer und Brustkrebs auszulösen. Da es auch in Deos entahlten ist, ist der Verdacht des erhöhten Brustkrebsrisikos sehr dramatisch. Wer aufmerksam vor den Deo-Regal steht wird feststellen, dass es zahlreiche Deos gibt, die bereits darauf reagiert haben und damit werben, dass kein Aluminium im Deo enthalten ist.

Die Aluminiumteilchen im Deo reagieren mit Eiweiß und verstopfen die Schweißdrüsen, was ein Schwitzen verhindert. Eigentlich sollten sie dabei auch nicht in den Körper eindringen, sondern nur äußerlich physikalisch wirken.

Da Aluminium extrem reaktionsfreudig ist, ist es es sehr gefährlich, da es mit zahlreichen Substanzen reagiert und diese angreift und verändert. Es gibt ganze Dokumentationen darüber, wie gefährlich das Leichtmetall für uns ist. Wenn man sich in das Thema ein bisschen einliest, dann erfährt man allerdings, dass das dritthäufigste Element allgegenwärtig ist. Man verwendet es um Trinkwasser zu reinigen, in Backblechen und im Deo. Alu steckt in Tabletten und Injektionen, weil es die Wirksamkeit der Medikamente erhöht. Im Körper wird ein Großteil wieder ausgeschieden, ein kleiner Teil verbleibt aber im Körper und lagert sich in relativ großen Mengen im Gehirn ab.

Aluminium und Demenz

Wissenschaftler und Ärzte vermuten einen Zusammenhang zwischen Aluminiumablagerungen im Gehirn und Alzheimer. In einer Studie aus dem Jahr 1989 gelangen die Wissenschaftler, die Zusammenhänge zwischen Alzheimererkrankungen und Aluminiumbelastung des Trinkwassers untersucht haben, dass Personen, die höhere Aluminiumkonzentrationen über das Trinkwasser aufnehmen, ein 1-5fach erhöhtes Risiko haben an Alzheimer zu erkranken.

Zum Thema Brustkrebs gibt es mehrere Studien, die keinen Zusammenhang feststellen können, also scheint das erhöhte Brustkrebsrisiko nicht bewiesen zu sein, auch wenn es einzelne Studien gibt, die einen Zusammenhang sehen.

Reaktiver Stoff

Da Aluminium so reaktiv ist sollte es nicht mit Salz, säure-, oder laugenhaltigen Stoffen in Berührung kommen, weil es dann beginnt zu reagieren. Wenn man z.B. salzige Lebensmittel in Alufolie packt, dann reagieren Folie und Lebensmittel und die Lebensmittel werden mit Alumium angereichert. Vielleicht ist Euch schon einmal schwarz verfärbte Alufolie aufgefallen, mit der Lebensmittel abgedeckt waren.

Wie man der Publikation der EFSA, der European Food Safety Authoritry entnehmen kann wird Aluminium im Körper hauptsächlich durch das eigentlich Eisen transportierende Protein Transferrin in einigen Knochen und für längere Zeit auch in den Organen eingelagert, bevor es mit dem Urin wieder ausgeschieden wird. Die Herausgeber der Publikation führen Beeinträchtigung der Entwicklung des Nevensystems bei Embryos, Schädigung am Nerversystem und an den männlichen Fortplanzungsorganen als beobachtete Wirkungen im Tierversuch an. Auch der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen Aluminium und dem Alzheimerrisiko wird angeführt. Als TWI (tolarable weekly intake) legt die EFSA 1mg/kg Körpergewicht fest.

Ich habe von einer Analyse, die der WDR in Auftrag gegeben hat, gelesen in der der Aluminiumgehalt in Lebensmitteln, die fünf Tage in Alufolie gelagert wurden bei Tomaten vervierfacht und bei anderen Lebensmitteln verdreifacht hat. Fisch, der in der Alu-Schale in der er eingefroren wurde zubereitet wird enthält deutlich mehr Aluminium, als wenn er in einem anderen Geschirr gekocht wird.

Auch die Grilltassen aus Aluminium reichern die darauf gegarten Lebensmittel mit Aluminium an.

Laugengebäck

Eine hohe Aluminiumbelastung kann unter Umständen auch im Laugengebäck stecken. Die Brezeln werden mit Lauge bestrichen und wenn sie auf einem Aluminiumblech gebacken werden, dann reagiert das Aluminium mit dem Gebäck.

und jetzt?

Auch wenn ich jetzt nicht gleich in Panik verfalle, so stimmen mich meine Recherchen doch etwas nachdenklich. Aluminium ist immer und überall, in der Luft, im Wasser und in zahlreichen Lebensmitteln. Wenn eine hohe Konzentration tatsächlich in Verdacht steht gesundheitliche Risken zu bergen, dann macht es auch Sinn ein wenig bewußter mit dem Thema umzugehen.

Ich werde also in Zukunft mehr darauf achten Alufolie nicht leichtfertig zu verwenden. Unsere Oma packt alles zuerst in Butterbrotpapier und vermeidet so den Kontakt mit dem Aluminium. Alu-Kochgeschirr habe ich, dank Induktionsherd keines mehr und auch meine Backbleche sind nicht aus Aluminium. Die Brezel, die meine Kinder so gerne essen werde ich weiterhin kaufen, aber einmal hinterfragen, auf welchen Blechen sie zubereitet werden. Sollten sie direkt auf Alu gebacken werden, dann werde ich meinen Brezelhändler wechseln um meine Kinder nicht einer potentiellen Gefahr auszusetzen!

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