Wechselbad der Bekleidung

In diesen Tagen steht man immer wieder vor einem Problem. Während es in der, um diese Jahreszeit schon sehr starken Sonne angenehm warm ist und man es da und dort auch mal nur im T-Shirt aushalten würde kann es im Schatten noch recht eisig sein und die Kleinsten sollten zumindest eine warme Jacke, besser noch einen Skioverall tragen.

Wir Erwachsene haben es da viel viel einfacher. In so einer Übergangszeit im Frühjahr und im Herbst kleiden wir uns einfach im Zwiebellook und werfen überflüssige Hüllen ab, wenn es zu warm wird und schließen den einen, oder anderen Reißverschluss, oder den obersten Knopf und schon passt das Outfit auch schon wieder zum Wetter.

Bei kleinen Kindern ist das leider nicht ganz so einfach. Wenn Mama morgens eine Fehleinschätzung über den Temperaturverlauf des Tages damit zum Ausdruck bringt, dass das Kind zu warm, oder zu kalt gekleidet das Haus verlässt und geht das Kind, so wie meine, schon in die Kita, dann muss es den ganzen Tag mit der falschen Ausrüstung durchstehen. Das bedeutet entweder, dass die Kinder mit rotem Kopf und schweißnassen Haaren unter der warmen Haube mit ihrer Daunenjacke bei 17 Grad und strahlendem Sonnenschein am Spielplatz der Kita spielen müssen, oder in einer hauchdünnen Windjacke bei unter zehn Grad und nasskaltem Wetter mit leichten Windböen zittern.

 

In beiden Fällen wird mir das unter Tags bewußt und ich bereue meine Entscheidung schon am späten Vormittag und würde am liebsten noch eine andere Garnitur Wäsche in die Kita bringen und hoffe, dass die Pädagoginnen mit meinen Kindern heute nicht in den Garten gehen. Wenn ich mir andere Kinder betrachte sehe ich ganz deutlich, dass ich nicht die einzige bin, die jeden Morgen in dem Dilemma steckt und zwischen zwei potentiell unpassenden Outfits wählen muss.

Verschärft wird das, für sich alleine schon ausreichend schwerwiegende, Grundproblem durch die Kombination von schwankenden Temperaturen mit Niederschlag. Da muss der Niederschlag nicht einmal für den aktuellen Tag angekündigt sein um der Kindergardrobiere Kopfzerbrechen zu bereiten, es reicht schon, wenn der Regen zwei bis fünf Tage zurückliegt. Da die Luft ja noch recht kalt ist, kann der Boden nur da, wo die Sonne ausreichend hinkommt auch vollständig auftrocknen. Welche Schuhe sind also die richtigen? Die gefütterten Gummistiefel, weil es nass und kalt ist, die ungefütterten, weil es nur nass, aber schön warm ist, die Winterstiefel, die wasser- und schlammabweisend sind, aber sehr warm, oder die Turnschuhe, die wasserdurchlässig, aber für Sonnenschein geeignet sind?

 

Meiner Erfahrung nach kann man das einfach nicht richtig machen! Deswegen bekommen meine Kinder eher einmal zu oft, als zu selten die gefütterten Gummistiefel und sind tendenziell eher zu warm, als zu kalt angezogen. Die warme Winterjacke wird dann einfach offen getragen und die Haube weggelassen, aber immerhin sind sie nicht zu kalt angezogen und das ist immer noch besser, als andersrum, weil den Schnupfen zur Jahreszeit kann ich ohnehin nicht vermeiden!

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