Spielplatz für Einzelkinder

Als ordentliche Mama, oder Papa geht man gerne mal in den Park mit den lieben Kleinen. Sie können sich dann austoben und auspowern. Wenn man Alles richtig macht, dann ist es eine Win-Win-Situation, weil die Kinder dann abends ins Bett fallen und fast durchschlafen. Den richtigen Spielplatz für die eigene Kinderschar zu finden ist aber oft eine Herausforderung.

Oft macht so ein Spielplatz auf den ersten Blick einen tollen Eindruck. Mehrere Schaukeln, Rutschen und Wippen. Ein Klettergerüst, eine Seilbahn, eine riesige Sandkiste und noch ein Wiese zum Herumtollen. Ein Kinderparadies!

Ja, das schon, aber für die Eltern oft ein nicht zu bewältigender Stressfaktor. Wenn man, so wie ich, mit drei Kindern unterwegs ist lassen wir solche Paradiese gerne links liegen. Wie soll man als Einzelne es auch schaffen mit den Kinderwagen beiden größeren nicht nur nachzulaufen, sondern sie auch von größeren Dummheiten und riskanten Kletterpartien abzuhalten! So ein toller Spielplatz ist meistens riesig und auch ganz gut besucht. Die eigenen, wie auch die fremden Kinder wuseln wie ein Ameisenhaufen herum und wenn man den eigenen Nachwuchs nicht vorsorglich mit Mützen in Signalfarbe, oder Neon-Kleidung ausgestattet hat, sieht ein kleiner blonder Junge in dunkelblau aus wie die anderen zwanzig und die rosa Mädels sehen von hinten auch zum Verwechseln ähnlich. Man hat also die Alternative die Kinder beisammenzuhalten, was das eigene Stresslevel erhöht und dafür den Spaßfaktor senkt, oder derartige Spielplätze großräumig zu umgehen.

Dazu kommen auch noch Spielgeräte, wo ich mich regelmäßig frage, wer sich solche Kamikaze-Konstruktionen ausdenkt und wer das auf dem Spielplatz bewilligt. Klar ist es langweilig für einen zehnjährigen auf der Minirutsche zu rutschen, aber erklär mal den eigenen Kindern im Kindergartenalter, dass sie nur die kleine Rutsche nehmen dürfen. Der Rindenmulch, oder die Gummimatten sind bei manchen Konstruktionen wohl als netter Versuch zu werten. Wenn man aus sechs Metern Höhe abstürzt sind Verletzungen wohl unvermeidlich. Klar ist die motorische Förderung der Kleinen wichtig und ich bin sicher keine Glucke, die Ihre Kinder überbeschützt, aber wenn ein Kletterturm einerseits mächtig hoch ist, andererseits uneinsichtig und oft auch so konstruiert ist, dass man als Erwachsener weder des Kind beim Klettern sichern kann, noch im Bedarfsfall selber hochklettern kann, weil die Durchgänge einfach zu eng sind, dann kann ich meine Kinder nicht ruhigen Gewissens da hochklettern lassen.

Als Mami eines Einzelkindes, vorzugsweise in Begleitung des sportlichen Papi, der im Bedarf jeden Kletterturm erklimmt, hat man sicher Spaß auf so einem Spielplatz. Das gemütliche Tratschen auf der Parkbank, oder das Geniessen der frischen Luft, während die Kinder spielen, ist aber definitiv unmöglich. Zum Glück hab ich in der näheren Umgebung aber zwei solche Spielplätze gefunden. Eingezäunt, oder eingemauert. Kein Spielgerät höher als meine Reichweite und wenig andere Kinder. Perfekt!

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