Zahnen tut weh

Mit ungefähr einem halben Jahr beginnen die Kinder zu zahnen. Meist brechen zuerst die unteren Schneidezähne durch, dann die oberen. Der Vorgang ist schmerzhaft für das Kind und unerwartet anstrengend für die Eltern.

Durchbrechen trifft den schmerzhaften Vorgang des Zahnens sehr gut. Die Zähne wachsen durch das Fleisch und verursachen auf ihrem Weg Höllenqualen. Zu Beginn sieht es alles sehr harmlos aus. Die Kinder beginnen zu sabbern und stecken ihre Finger in den Mund. Wenn das eigentliche Zahnen dann beginnt verändert sich das Wesen des Kindes. Meine jüngste Tochter war nach den ersten Tagen, in denen wir gelernt haben, dass sie als erste nicht gestillt werden möchte ein wahrer Engel.

Durch ihre Verweigerung der Brust war es meinem Mann möglich sich auch einmal in das Aufziehen eines Kindes einzubringen 😉 Der Arme musste wochenlang alle drei Stunden auf und der Kleinen die Flasche geben. Doch plötzlich wachte sie nach der letzte Mahlzeit gegen 19h nicht mehr auf uns schlief die ganze Nacht, bis nach 6h morgens. Nachdem sich das Nacht für Nacht wiederholte wurde uns klar, dass wir auch eines von diesen wunderbaren Kindern hatten, das tatsächlich durchschläft. Die beiden größeren tun das mitunter heute noch nicht…

Als sie anfing zu zahnen war Schluss mit Durchschlafen. Die üblichen Probleme, wie Quengeln, Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber haben uns voll getroffen. Aus dem Engelchen wurde über Nacht ein kleines Monster, das uns tagsüber, aber auch nachts immer wieder auf Trab hielt. Schon zu unserer älteren Tochter hatten wir liebevoll Zweizahn-Monster gesagt, aber die Kleine konnte ihr mit Leichtigkeit das Wasser reichen.

Was kann man aber tun, um dem leidenden Kind irgendwie zu helfen? Leider sehr wenig. Wir haben ihr eine große Auswahl an Beissringen, die wir im Kühlschrank gekühlt haben, zur Verfügung gestellt. Was man in der Apotheke zum Thema Zahnen und Fieber haben sollte habe ich in meinem Artikel Die Kinder-Apotheke aufgeführt. Alle Maßnahmen können die Schmerzen aber nur lindern. Bereitet Euch also auf unerwartete Charakterveränderungen vor. Ich wünsche Euch starke Nerven!

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