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Gesunde Füße

Hat man, so wie ich, drei Kinder, dann bedeutet das jedes Jahr zumindest zweimal eine ordentliche Investition. Abgesehen davon, dass die Kleinen täglich etwas zu Essen und zu Trinken brauchen und auch die Wohnung den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden muss, gibt es einen großen Ausgabenblock. Die Kleidung der Kinder hat eine recht kurze Halbwertszeit. Mindestens eine Kleidergröße wachsen sie pro Jahr. Das bedeutet, dass sie Jahr für Jahr im Prinzip alles brauchen, was in einem gut sortierten Kleiderschrank zu finden ist. Beim Ausmisten der Kästen im Frühjahr und im Herbst wird mir jedesmal schmerzlich bewußt, dass es so viele Teile gibt, die fast nie getragen wurden. Im Prinzip schießt man bei der Kinderkleidung mit Kanonen auf Spatzen. In einem Bereich kann die Kanone aber nicht groß genug sein. Bei den Kinderschuhen darf man keine Abstriche machen. Gesunde Füße sind unter anderem ein Produkt der Zeit, die die Kinderfüße in Schuhen gesteckt sind.

Kleidersammlung

Ein Kind braucht jeden Tag etwas anzuziehen. Das kann an heißen Tagen Badekleidung sein. Dann könnte es eine kurze Hose, oder ein kurzer Rock mit einem T-Shirt sein. Evtl. braucht es auch eine lange Hose und ein T-Shirt, oder sogar ein Leibchen mit langen Ärmeln. An kühlen Tagen ist eine Weste notwendig. Strumpfhosen dürfen auch nicht fehlen und bei den Socken braucht man lange und kürzere. In der Nacht ist ein Nachthemd, oder ein Pyjama, wahlweise mit langen Ärmeln und langer Hose, langer Hose und kurzen Ärmeln, oder kurzer Hose mit kurzen Ärmeln notwendig. Dazu die passende Unterwäsche und natürlich Oberbekleidung. Sonnenhüte, Sonnenbrillen, Sommerjacken, Übergangsjacken, Winterjacken, Schijacken und Schneehosen. Bei Regen braucht man Regenschutz, am besten eine Hose und eine Jacke und vielleicht einen Regenschirm. Ich könnte jeder Kinderboutique sofort Konkurrenz machen. Und dann gibt es die Schuhe.

Kindlicher Schuhladen

Kinderfüße sind empfindlich. Den Kindern ist das aber gleichgültig. Sie fordern sie bis zur Leistungsgrenze. Es wird gelaufen, gehüpft und geklettert. Egal, ob Schnee, Eis, oder Pfütze – Sie kommen mit aller Kraft zum Einsatz und tragen die Kinder verlässlich überall dorthin, wo sie hin wollen. Das Schuhwerk spielt dabei eine wichtige Rolle. Damit muss ein präziser Schuss mit dem Fußball genauso möglich sein, wie das Abbremsen der Schaukel, oder die Landung, wenn man vom Klettergerüst springt. Kurze Sprints, lange Märsche und auch mal ein Dauerlauf muss damit möglich sein. Außerdem kommen sie am Roller, oder Fahrrad zum Einsatz. Der Schuh muss also den mehr als aktiven Lebensstil der Kinder mitmachen. Zusammen mit dem Wachstum der Kinderfüße ergibt sich damit, dass man regelmäßig neue Schuhe kaufen muss.

Geld und Wert

Geld ist angeblich ein Hygienefaktor. Es macht uns nicht wirklich glücklich, aber wenn wir keines haben, dann ist das ein Problem. Ich kann das bestätigen. Allerdings kann ich auch bestätigen, dass ich noch nie wirklich zu viel Geld hatte. Gut, ich bin grundsätzlich sehr sparsam und behaupte einmal, dass ich nicht viel Geld brauche, aber es hat eben immer gereicht und war nie zu viel. Also macht es auch Sinn, bei Investitionen, wie der neuen Garderobe der Kinder, aufs Geld zu achten. Dabei ist allerdings nicht nur die Investition, sondern auch die Verantwortung groß. Tatsächlich sorgt billige Kleidung für einige Probleme, die man besser nicht unterstützen sollte. Bei Kinderkleidung gibt es allerdings eine einfache und politisch korrekte Lösung. Gebrauchte Kinderkleidung schont die Umwelt und kostet üblicherweise auch weniger, als neue Kleidung um Laden.

Greenwashing

Mehrfach getragene und gewaschene Wäsche zu kaufen, erspart neue Kleidungsstücke anzufertigen. Geht es nicht gerade um die Zeit des Krabbelns, sind die Kleidungsstücke meist selten getragen und so gut wie neu. Dass sie mehrfach getragen und vor allem gewaschen wurden, hat dafür gesorgt, dass diverse Rückstände von Farben und anderen Chemikalien entfernt wurden. Nicht zuletzt ist es aber wesentlich schlauer ein Kleidungsstück für etliche unterschiedliche Kinder zu verwenden, statt jedes Jahr ein komplett neues anzufertigen. Das schont die Umwelt und macht die Kleidung auch wesentlich hautverträglicher. Man kann also fast von so etwas wie Greenwashing sprechen, wenn man einem günstig hergestelltes T-Shirt ein zweites Leben gibt. Es ist noch immer nicht OK, unter welchen Bedingungen und zu welchem Preis für die Arbeiterinnen und die Umwelt, die Kleidung produziert wird. Sie mehrfach zu verwenden ist aber immer noch besser, als sie wegzuwerfen und schont so auch die Umwelt.

Second Foot

Second Hand ist also eine echte Alternative und deshalb auch ein großer Teil meiner Beschaffungsstrategie. Man bekommt zwar nicht immer alles und manche Kleidungsstücke in bestimmten Größen sind höheren Belastungen ausgesetzt, als andere, aber unterm Strich kann man damit, bei ruhigem Gewissen, einen Großteil des Bedarfs decken. Ich würde allerdings niemals gebrauchte Schuhe kaufen. Einzige Ausnahme sind Gummistiefel, oder sommerliche Gummischuhe. Echte Schuhe, also Sportschuhe, Winterstiefel, oder auch Hausschuhe, werden bei uns ausschließlich neu gekauft. Der Grund dafür ist, dass die Schuhe sich an die Füße anpassen. Jeder Mensch ist anders und auch bei den Kindern gibt es ganz unterschiedliche Fußstellungen. Damit wird der Schuh ausgetreten und auch wenn es kein dickes Fußbett gibt, kann der Oberschuh sich an die Fußform anpassen.

Gesunde Schuhe

“Barfußschuhe Kinder” ist ein Schlagwort, dass man in letzter Zeit immer häufiger hört. Mitunter hat man dabei ein Bild von Schuhen, in denen die Zehen einzeln stecken, im Auge. Aber Barfußschuhe müssen nicht unbedingt wie ein Handschuh geformt sein. Sie sehen von außen oft nicht anders aus, als andere Schuhe. Die Idee dahinter ist es, das Gehen so natürlich wie möglich zu gestalten. Shops, wie dieser für Barfußschuhe Kinder bietet ganz unterschiedliche Schuhformen an. Vom einfachen Hausschuh bis zum gefütterten Winterstiefel bekommt man alles auch in der Ausführung als Barfußschuh. Hat man einen solchen Schuh in der Hand, dann fällt vor allem auf, dass die Sohle extrem weich und biegsam ist. Statt, wie in herkömmlichen Schuhen, eine feste und stabile Sohle als Stütze einzusetzen, bauen Barfußschuhe darauf, dass der Fuß ausreichens Platz und Bewegungsspielraum hat, um sich beim Gehen natürlich zu bewegen.

Gesunde Füße

Tatsächlich ist es absolut unbestritten, dass das Barfuß Laufen die beste Form des Gehens ist. Schuhe, die also ausreichend Bewegungsspielraum bieten und den Schuh nicht einengen und beschränken, sind also ideal. Die beste Alternative ist es aber, komplett Barfuß zu laufen. Wenn man bedenkt, in was für steife Lederschuhe unsere eigenen Füße als Kind gesteckt wurden, kann man dankbar sein, dass wir heute so viel mehr über die Bedürfnisse der Kinder wissen. Trotzdem gibt es immer noch viel zu viele schlechte Kinderschuhe. Dabei muss nicht unbedingt das Produkt selbst schlecht sein. Meist sind es einfach zu kleine Schuhe. Studien zeigen klar, dass ein Großteil der Kinder viel zu kleine Schuhe trägt. Die Weisheit, dass ein Daumenbreit Platz sein muss, damit die Kinder genug Platz haben, beherzigen leider nicht alle Eltern.

Platz für Füße

Der Fuß wird bei jedem Schritt, wenn wir ihn aufsetzen, etwas länger. Die Empfehlung der Experten lautet, 12 Millimeter Spielraum im Schuh vorzusehen. Das wird viele Eltern verwundern, aber tatsächlich ist das für die Kinder überhaupt kein Problem. Im Stehen muss eine gute Daumenbreits vorne im Schuh Platz sein, damit die Kleinen nicht eingeschränkt sind. Kinder sind leider sehr flexibel und anpassungsfähig. Ist der Schuh zu klein, dann ziehen sie einfach die Zehen ein. So laufen sie dann herum und sorgen damit für eine ungewöhnliche Belastung von Muskeln und Knochen im Fuß. Grundsätzlich muss ein guter Kinderschuh nicht unbedingt teuer sein. Man bekommt auch gute und günstige Schuhe. Barfußschuhe sind meist etwas teurer, als das normale Sortiment. Die Investition ist aber lohnend. Schließlich geht es um die Gesundheit unserer Kinder. Falsche Schuhe können durchaus Spätfolgen auslösen und die Lebensqualität der Kinder damit massiv beeinträchtigen. Besser also bei den Schuhen besonders achtsam zu sein. Jeder Euro, den man in gute Schuhe investiert, kommt direkt der Gesundheit der Kinder zugute!

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