Lightning McElsa und das Tafelsilber auf kinderalltag.de

Lightning McElsa und das Tafelsilber

Es gibt Anlässe, bei denen deckt man den Tisch ein wenig festlicher, als den Rest des Jahres. Bei den Familienfeiern geht es meist um einen Geburtstag und meistens ist es der Geburtstag eines Kindes. Dass der Tisch dann in den verschiedensten bunten Dekors geschmückt wird, ist selbstverständlich. In anderen Situationen, etwa beim Weihnachtsessen, oder wenn wir Gäste haben, gibt es drei kleine Probleme, wenn es um die dekorative Gestaltung unseres Esstisches geht. Die Kinder können wenig anfangen mit Platzteller und dünnwandigen Gläsern. Unterm Strich wären solche Teile der Tischdekoration und auch die Kinder gleichermaßen in Gefahr. Der Griff zum unzerstörbaren Plastikgeschirr ist also naheliegend, aber nicht unbedingt notwendig und vielleicht sogar noch gefährlicher.

Plastikteller

Plastik ist unglaublich praktisch. Es ist quasi unkaputtbar und billig. Außerdem lässt es sich leicht in bunten Farben herstellen und bedrucken. Ideal also, wenn es darum geht, Kindergeschirr herzustellen. Auch meine Kinder haben das eine, oder andere Plastikgeschirr im Einsatz. Dabei gibt es allerdings ein paar negative Begleiterscheinungen. So sind etwa die Weichmacher in letzter Zeit immer wieder in die Schlagzeilen gekommen. Damit das Plastik nicht spröde wirkt, wird es mit verschiedenen Chemikalien behandelt. Das Problem dabei ist, dass die Weichmacher teilweise wie Hormone auf den menschlichen Körper wirken und verschiedene Reaktionen auslösen können. Ein weiteres Thema ist die Herstellung von Plastik aus Erdöl. Damit wird CO2 freigesetzt und belastet damit die Umwelt. Zuletzt geht es beim Plastik aber auch immer um Mikroplastik. Gelangt das Plastik in die Umwelt und wird nicht recyclet, dann wird es nicht zersetzt, sondern zu immer kleineren Teilchen. Teilchen, die man überall auf der Welt, in großer Menge aber in den Weltmeeren findet.

Mikroplastik und Hygiene

Dass Plastik sich abreibt und auflöst ist eine Tatsache, die man mit eigenen Augen sehen kann, wenn man sich Schneidbretter aus Plastik, aber auch die Plastikteller der Kinder genauer ansieht. Die Messer kratzen in die Oberfläche und rauhen sie auf. Damit kommt es zu zwei Effekten. Einerseits löst sich das Plastik auf, wenn die Teller benützt werden. Damit nehmen die Kinder mit jedem Bissen Mikroplastik auf. Das wird zwar wieder ausgeschieden, gelangt damit aber ins Abwasser. Die enthaltenen Weichmacher können bei der Verdauung direkt ihre schädliche Wirkung entfalten. Von den Farben, die von aufgedruckten Motiven stammen und sich auch von der Oberfläche lösen, will ich hier garnicht schreiben. Andererseits schafft man mit der rauen Oberfläche einen tollen Wohnort für Bakterien. Zwar tötet man sie ab, wenn man das Geschirr mit mehr als 60° Celsius wäscht, aber die raue Oberfläche trocknet nur sehr langsam. Stapelt man die Teller dann, können sich die wenigen Bakterien, die den Geschirrspüler überlebt haben, in aller Ruhe vermehren.

Holzbretter

Das ist auch der Grund, warum Holzbretter bei Weitem nicht so unhygienisch sind, wie man meint. Vor allem im Vergleich zum Kunststoff-Schneidbrett müssen sie sich nicht verstecken. Manche Holzarten wirken von Haus aus antibakteriell. Kleine Schnitte schließen sich von selbst, wenn das Holz aufquillt und nehmen den Bakterien damit einen wichtigen Lebensraum. Auch dass Holz Wasser aufnimmt entzieht den Bakterien eine wichtige Lebensgrundlage und dämmt ihr Wachstum ein. Der einzige Nachteil beim Schneidbrett aus Holz ist die Tatsache, dass man es von Hand waschen muss. Im Geschirrspüler würde das Holz Risse bekommen. Holzteller wären also eine ausgezeichnete Alternative für das Geschirr der Kinder. Sie sprechen optisch aber viel weniger an, als die bunten Plastikteller und machen auf der festlichen Tafel auch wenig her. Eine Alternative bietet beispielsweise Luminarc. Hier kann man Glasteller kaufen, die mit Disneymotiven bedruckt sind und trotzdem keine Angriffsfläche für Bakterien bieten.

Kindertisch

Auch wenn das Plastik große Probleme birgt ist es trotzdem oft die beste Wahl. Im Alltag kann es auch mal vom Tisch fallen und bleibt trotzdem heil. Allerdings muss man natürlich beachten das Geschirr auszusondern, wenn es beginnt sich aufzulösen, es mit mindestens 60° Celsius zu waschen und schließlich ordentlich trocknen zu lassen. Für den Alltag ist Plastik also unter diesen Voraussetzungen vertretbar, für die festliche Tafel braucht man auch für die Kinder entsprechendes Geschirr. Grundsätzlich ist es ohnehin eine gute Idee, einen Kindertisch einzurichten. Zumindest eine Ecke des Tisches kann für die Kinder gestaltet werden. Wir haben eine große Familie und natürlich einen riesigen Tisch. Haben wir Gäste, dann bleibt ein Teil des Tisches frei und die Kinder essen dort ohne Gedeck und ohne Tischtuch. Den Rest kann man feierlich decken und das gute Geschirr läuft trotzdem nicht Gefahr, Schaden zu nehmen. Außerdem stören die bunten Kinderteller und -becher den Gesamteindruck der Tafel weniger, wenn sie optisch getrennt sind.

Gefahren

Viele Stoffe, mit denen wir jeden Tag konfrontiert werden, sind potentiell Gesundheitsschädlich. Über Teflon-Pfannen habe ich bereits vor mehr als 3 Jahren geschrieben. Auch hier gilt, dass sie sofort in die Wertstoffsammlung müssen, wenn das Teflon sich löst. Aber auch von anderen Töpfen und Pfannen geht Gefahr aus. Hier wird immer wieder vor Schwermetallen gewarnt. Aus diesem Grund ist auch die Verwendung von Holzbesteck grundsätzlich besser, als Metallbesteck zu verwenden. Allerdings halte ich das für etwas übertrieben. Wie auch bei allen Utensilien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, halte ich es für wichtig die Dinge sofort zu entsorgen, die sich auflösen. Solange Kunststoff, oder Metall eine glatte geschlossene Oberfläche hat, ist es sicherlich kein Problem. Lösen sich Teile beim Kochen, oder Essen, dann kann es gefährlich werden. Je härter und glatter die Oberfläche ist, desto weniger können sich Teile lösen und desto weniger leicht können sich Bakterien ansiedeln.

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