Kita - Mama´s große Freiheit auf kinderalltag.de

Kita – Mama´s große Freiheit

Seit mehr als einem Jahr gehen die beiden Großen in die Kita und seit einer Woche auch die Kleinste. Früh, aber doch ein guter Zeitpunkt einmal ein Resümee zu ziehen und einmal einen vorsichtig optimistischen Blick in die Zukunft zu wagen. Die Ausgangslage ist zumindest nicht schlecht und vielleicht komme ich endlich mal zu Hausarbeiten, die ich nur machen kann, wenn ich mal alleine bin. Also bisher nie.

Guten Morgen liebe Sorgen

Toll, mein Sohn hat eine neue Angewohnheit. Er steht morgens auf und kommt nicht zu mir, sondern geht alleine frühstücken. Ist ja ganz nett, wenn man dann irgendwann, mehr oder weniger ausgeschlafen, das Wohnzimmer betritt und der dreijährige Rabauke freundlich Guten Morgen sagt, aber das kleine Schlitzohr weiß schon was es tut. Bei Mama gibt es Limits. Joghurt und Milchschnitten werden rationiert. Wenn man alleine im Wohnzimmer ist und Mama friedlich schläft, dann kann man sich am Kühlschrank schadlos halten. Ein Start in einen ganz normalen Tag. Sind dann später alle wach, dann kann ich es nicht erwarten, sie endlich in die Kita zu bringen. Bis zur Erlösung und den Start in einen einsamen (!!!) Vormittag dauert es aber noch ein wenig.

Eine Blogparade

Juli(a) vom Blog julinaeht.de ruft in der Blogparade: Mein Kindergarten Kind dazu auf Blogbeiträge zu dem Thema zu verfassen. Toll, da könnte ich neuerdings ja gleich drei verfassen. Der Einfachkeit halber fasse ich die drei Kiner aber in einem Beitrag zusammen:)

Ein Vormittag ohne Kinder ist eine ungewohnte Sache. Meine Älteste ist 2011 geboren und rechnet so kommt es, dass ich seit mehr als 5 Jahren nicht mehr alleine war. Ich hab mal ein Video gesehen, in dem eine Gruppe Schimpansen gezeigt wurden, die das erste mal in ein Freigehege durften. Eine traurige Geschichte um Affen, die in einem Labor gehalten wurden und die armen Tiere waren auch dreissig Jahre eingesperrt, aber ein bisschen erinnert mich das Video, wo die Affen ihr Glück nicht fassen können und sich gegenseitig umarmen, an mich und die anderen Muttis, die zaghaft das erste mal das Kind im Kindergarten zurücklassen und alleine auf die Straße treten.

Freigang

Wer fünf Jahre nicht allein auf Toilette war und die ganze Zeit nur ab und zu mal Gelegenheit hatte mal etwas aus eigenem Antrieb zu tun, der könnte auch ein paar Leute vor Glück umarmen, wenn er das erstemal alleine aus der Kita kommt. Gut, momentan ist die Zeit noch überschaubar, weil meine Kleine noch in der Eingewöhnung ist und ich erst eine Stunde allein sein darf. Wahrscheinlich ist es aber auch gut für mich, wenn ich mich langsam an den neuen Freiraum gewöhne. Momentan reicht es erst zum Wäscheaufhängen daheim, oder einen kurzen Einkauf, aber auch das genieße ich. Alleine wieviel Platz im Einkaufswagen bleibt, wenn man den Kindersitz nicht ausklappt! Und die Flaschen kann man aufrecht hinstellen, ohne dass kleine Kinderhände sie erwischen.

Eingewöhnung, individuell und überraschend

Die Eingewöhnung bei den beiden Größeren war von Überraschungen geprägt. Zuerst war ich überrascht, wielange sich die Kita Zeit nimmt um die Kinder einzugewöhnen. Wochen waren das. Ich bin ganz naiv davon ausgegangen, dass ich die Kinder einfach abgebe und dann eben Mittags schon wieder hole, bis sie eingewöhnt sind. Aber die Kita hat das ganz anders gesehen. Eine halbe Stunde durften die beiden erst in der Gruppe bleiben. Genauso überraschend war dann die Entwicklung der beiden. Die Älteste war immer offen und ist auf Leute zugegangen. Bei ihr waren mein Mann und ich uns sicher, dass wir sie abgeben und sie ohne mit der Wimper zu zucken in der Gruppe bleibt, bis wir sie Abends wieder holen. Mein Sohn ist eher ruhig und braucht eine Weile um auf jemanden zuzugehen. Er ist eher ein Mama-Kind. Bei ihm hatten wir große Bedenken und uns auf eine lange Übergangsphase eingestellt.

Verkehrte Welt

Interessant war, dass es genau umgekehrt gekomme ist. Die Älteste hat sich auf den ersten Tag gefreut und ist Anfangs begeistert in die Gruppe gegangen. Das hat rasch abgenomme und sie war todunglücklich mit der neuen Situation. Mein Sohn war erwartungsgemäß sehr vorsichtig. Er ist ungern in die Gruppe gegangen, hat aber rasch Freundschaft mit den Pädagoginnen geschlossen und sich unerwartet schnell eingelebt. Während er garkeine Probleme mehr gemacht hat, hat seine ältere Schwester immer mehr bekommen. Sie hat uns Geschichte über ihre Erzieherin und ihre Aussagen erzählt, die alle frei erfunden waren. Die Erzieherin hat uns am Anfang auch nicht wirklich überzeugt, aber im Laufe der Zeit hat sie einen guten Draht zu meiner Tochter gefunden. Zwischen den beiden gibt es jetzt eine ausgezeichnete Beziehung und man hört daran, wie meine Älteste über die Erzieherin spricht, dass sie einen guten Draht zueinander gefunden haben.

Überraschung No. 3

Unter dem Eindruck der Eingewöhnungsphase der beiden Älteren haben wir uns keine großen Hoffnungen bezüglich unseres jünsten Spross gemacht. Aber das Nesthäkchen hat uns bisher, ganz nach Ihrer Art, wieder einmal verwundert. Von der Geburt an tickt sie einfach anders, als ihre Geschwister. Auch in der Kita hatte sie bisher noch kein einziges mal ein Problem. Sie hatte zwar Streit mit anderen Kindern, aber Morgens marschiert sie zu ihrer Gruppe, macht die Tür auf und stürmt hinein. Wir sind momentan bei 60 Minuten, aber in den nächsten Tagen werden wir sicher langsam steigern und mit ein bisschen Glück schläft sie dann Ende der Woche schon einmal dort. Nachdem sie auch, natürlich ganz anders, als Ihre Geschwister, bereitwillig und gern schlafen geht, würde es mich auch nicht wundern, wenn das perfekt funktioniert.

Kita – ein neuer Lebensabschnitt

Man darf auf keinen Fall unterschätzen, wie schwierig der Einstieg in die Kita für die Kinder ist. Alle wichtigen Bezugspersonen sind plötzlich nicht mehr da. Man wird aus der gewohnten Umgebung gerissen und das Kind muss sich in einer Gruppe Gleichaltriger einordnen. Auch wenn meine Kinder den Umgang mit ihren Geschwistern gewohnt sind, ist es eine ungewohnte Situation als einer der Kleinsten in eine neue Gruppe zu kommen. Wahrscheinlich war das auch die Ursache für die Probleme meiner Ältesten. Sie war seit Jahren gewohnt die Älteste und Größte zu sein und den Ton anzugeben. Plötzlich ist sie in der Hackordnung der Gruppe ganz unten und niemand tanzt nach ihrer Pfeife. Die Kleinste hat dieses Problem nicht. Dafür haben vielleicht die anderen ein Problem mit ihr. Schließlich ist sie durch eine harte Schule gegangen und kann sich gegen zwei deutlich größere Geschwister problemlos durchsetzen. Ich hoffe, sie macht nicht zu viele Probleme in der Krabbelgruppe.

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