Träumen vom Leben nach den Kindern auf kinderalltag.de

Träumen vom Leben nach den Kindern

Es gab in meinem Leben eine Zeit, da habe ich mich ganz bewußt dazu entschieden nocheinmal ein Kind zu bekommen. Dann gab es nochmal so eine Zeit und zuletzt ein drittes Mal. So habe ich jetzt, nach meiner zwanzigjährigen ersten Tochter, nochmal drei kleine Kinder. So sehr ich jedes einzelne davon liebe, so sehr bereue ich an manchen Tagen auch die Entscheidungen.

Klein aber anstrengend

Der Grund dafür, dass ich die Entscheidung drei Kinder zu bekommen bereue ist, dass sie mein Leben Tag für Tag in ein Chaos verwandeln. Plant man etwas, dann wird eines krank. Ist man fertig mit Staubsaugen, und verstaut den Staubsauger gerade wieder, dann fällt einem garantiert etwas zu Boden. Hab ich die Balkontüre gerade geputzt kommt eines der Kinder und sabbert sie wieder an. Die Älteste der drei ist 5 1/2 Jahre alt, meine Jüngste wird 2. Die Aussichten sind nicht gerade rosig und ich werde wohl noch ein paar Jahre mit Kleinkindern leben. An ein Leben nach den Kindern zu denken ist momentan noch Luxus. Trotzdem möchte ich heute an der Blogparade von Regine auf raiseandshine.de teilnehmen. Sie fragt nach Mamis Bucket-Liste, die Liste auf der alles steht, was ich noch erleben möchte. Eine nette Idee 😉

Mamis Liste

Ich bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen, eine solche Liste zu verfassen. Meine Wünsche und Träume sind einerseits sehr überschaubar und andererseits momentan noch sehr stark davon getrieben, wie mein Leben heute abläuft. Die Blogparade ist ein schöner Anlass, sie einmal aufzuschreiben.

Schlafen bis zum Schluß

Das steht aus gutem Grund ganz oben auf der Liste. Heute morgen ist die Älteste um 04:19h aufgestanden. Dabei muss man schnell sein, damit sie nicht die anderen beiden aufweckt. Also bin ich heute um 04:19:25 aus dem Bett gehechtet und habe sie zur Ruhe ermahnt. Danach war es mir nicht mehr vergönnt die fehlenden 6 Stunden Schlaf nachzuholen. Tagwache ist Tagwache. Gegen 05:30 sind dann die beiden anderen gekommen. Mein Traum ist es, endlich einmal auszuschlafen. Ein Wochenende durchschlafen, einen Tag einfach mal im Bett bleiben. Selbst entscheiden, wann die Nacht zu Ende ist und schlimmstenfalls die Vorhänge zuziehen und die Nacht auch lichttechnisch verlängern!

Selbstbestimmung

In dieselbe Kerbe schlägt mein zweiter Traum. Ich will mein eigener Herr, oder eigentlich meine eigene Herrin sein. Nicht die Kinder sollen den Ton angeben. Ich will wieder selbst Termine haben. Momentan stehen auf meinem Kalender Arztbesuche der Kinder, Geburtstagseinladugen der Kinder, Ausflüge, und noch allerhand anderes, was mich nur indirekt betrifft. Gehe ich shoppen, dann kaufe ich Strumpfhosen, Bodys, Socken, Hosen, Leibchen und natürlich Schuhe. Aber kein einziges Teil für mich. Irgendwann wird der Tag kommen, da gehe ich völlig entspannt in den nächsten Laden und sehe mir in aller Ruhe alles an. Traumhaft!

Platz für mich

Wir haben drei Schlafzimmer. Mein Mann und ich haben eines der beiden kleinen Schlafzimmer genommen, weil im größten zwei Kinder schlafen. Ich freue mich auf den Tag, an dem das letzte Kind auszieht. Ok, jetzt rede, oder eigentlich schreib ich groß und meine Älteste zieht gerade aus und es ist überhaupt nicht so cool, wie ich immer dachte, aber aus heutiger Sicht, freue ich mich darauf! Endlich bekommen wir Platz. Das Spielzeug wird aus dem Wohnzimmer verbannt und wir bekommen ein zusätzliches Zimmer. Dort kann ich ein Büro einrichten, eine Leseecke, alles was das Herz begehrt!

keine Verantwortung

Als Mutter trägt man immer und überall Verantwortung. Man ist schon so daran gewöhnt, dass man es garnicht mehr bemerkt, aber wenn man sich einmal bewußt macht, dass man oft alleine die Verantwortung für drei kleine Menschen hat, dann spürt man die Last plötzlich. Stößt einem Kind etwas zu, verletzt es sich, oder hat einen Unfall, dann lastet die gesamte Verantwortung dafür auf meinen Schultern. Ein Gefühl mit dem man leben kann, aber ohne diese Last werde ich mich auf jeden Fall freier fühlen!

spontan sein

Was man als Mama absolut nicht ist, ist spontan. Die Familie ist einfach träger und schwerer zu manövrieren, als eine einzige Person, oder ein Paar. Will ich heute jetzt und hier ins Kino gehen muss ich das letzte Woche geplant haben. Das ist nicht spontan, aber unsere Babysitter führen auch ein Leben und warten nicht darauf, dass wir anrufen. Also heißt es planen. Das Schöne an Kindern ist aber auch, dass sie sehr sensibel sind. So bemerken sie auf jeden Fall, dass Mama und Papa noch Jeans tragen, wenn sie sie ins Bett bringen und natürlich schlafen sie dann einfach nicht ein. Spontan ist momentan nicht möglich, aber ich träume von dem Tag, an dem ich meinen Mann an der Hand nehme und einfach so, einfach ins Kino, oder Essen gehe!

Oma werden

Es wird sicher einer der schönsten Tage in meinem Leben werden, wenn eines meiner Kinder ein Kind zur Welt bringt, oder mein Sohn Vater wird. Omas haben es so gut. Man bekommt das Kind für einen Nachmittag und ist völlig befreit von der Bürde der Erziehung. Die Kinder werden nach Strich und Faden verwöhnt und als Oma braucht man ja auch nicht an morgen zu denken. Ob die Kinder dann Bauchschmerzen bekommen, oder schlecht drauf sind, ist dann wieder Mamas Problem. Diese Freiheit, ein Kind einfach als Kind wahrzunehmen und jedes schlechte Verhalten einfach süß zu finden (und den unfähigen Eltern anzurechnen ;)) ist auf jeden Fall erstrebenswert.

Reisen

Nicht zuletzt freue ich mich darauf, mit meinem Mann ein paar Reisen zu unternehmen. Canada steht weit oben auf der Liste, aber auch Australien wäre nicht schlecht. Unangefochten auf Platz 1 steht aber eine Safari. Ordentlich sparen und im Vorfeld schon ein schönes neues Teleobjektiv, Marke Ofenrohr, anschaffen und dann den Big Five vom sicheren Auto aus auflauern und sie ablichten. Ein Traum, den ich schon lange habe und den ich mit meinem Mann in die Tat umsetzen werde, sobald die Kinder auf eigenen Beinen stehen.

Es dauert noch

Tja, Träume gibt es viele. Es wird wohl noch 5, oder mehr Jahre dauern, bis ich die ersten davon in Angriff nehmen kann, aber nichts desto trotz freue ich mich schon heute auf den Tag, an dem ich die Augen aufschlage und kein Kind vor mir steht und mich fixiert.

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2 Kommentare gepostet

  1. Danke, dass du bei meiner Blogparade mitgemacht hast.

    Deinen Ansatz finde ich spannend: Viele von uns Müttern wollen die Zeit mit kleinen Kindern anhalten und wünschen sich doch irgendwie, dass der Nachwuchs nie groß wird. Umso besser ist es zu wissen, dass wir uns auch dann auf ein paar Dinge freuen können.

    LG, Regine

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