Un-Ordnung

Bauklötze, Puppenkleider, mehrere Bilderbücher und dann noch die Autos. Im Laufe eines Tages wird im Kinderzimmer sehr viel aus den Kisten und Regalen geräumt, kurz bespielt und danach nicht mehr beachtet. Wie kommt Mama dazu, das alles am Abend wieder zu verstauen?

Schön, dass meine Kleinen so kreativ sind. Aus unserer Couch wird kurzerhand eine Räuberhöhle, oder alle Kissen werden ins Kinderzimmer verschleppt, wo sie die Puppen in einem Puppenspital werden. Ab und zu spielen sie an solchen Spielen auch mal eine Stunde, dann wird es aber langweilig und zumindest eines der Kinder sucht sich ein neues Spiel. Nie wird das alte Spiel aber abgebaut, sondern die Utensilien bleiben einfach da liegen, wo sie hinfallen und so sammelt sich im Laufe des Tages immer mehr und mehr Spielzeug im Kinderzimmer. Mit Hausarbeit beschäftigt kann ich meistens nur verhindern, dass Spielzeug über die ganze Wohnung verteilt wird. Das gelingt meistens ganz gut, aber im Kinderzimmer herrscht einfach eine zu große Eigendynamik. Wir haben unsere Spielsachen alle auf Schränken und einem Brett über der Türe in Kisten verstaut. Die Kleinen müssen sich dann Morgens entscheiden, was sie gerne hätten. Ob es Autos, Bauklötze, Lego, oder Playmobil wird entscheiden sie meistens gemeinsam. Wenn dann mein Mann, oder ich die Kiste auf den Boden stellen ist die erste Aktion immer, dass der Inhalt einmal komplett auf den Teppich gekippt wird. Je nachdem wird dann eine Zeitlang damit gespielt, oder ab und zu nach dem Auskippen gar nicht mehr beachtet.

Neben den Kisten haben wir im Kinderzimmer auch noch einige Spielsachen in Bodennähe, oder in den unteren Regalfächern. Die Mäuse können damit jederzeit auf Ihre Bücher, die Stofftiere, das Werkzeug usw. zugreifen. Das machen sie sehr gerne und nahezu jeden Tag. So kann man meistens Abends den Teppich im Kinderzimmer nicht mehr erkennen, weil er großflächig unter einer zehn bis zwanzig Zentimeter dicken Schicht Spielzeug verborgen liegt. Am einfachsten wäre in so einem Fall die Methode Schneeschaufel – Alles einfach in eine Kiste und zurück damit aufs Brett.

Ich habe da aber eine deutliche Schwäche. Es macht mich einfach Wahnsinnig, wenn Teile verloren gehen. Ich bemühe mich wirklich meinen Kindern das Aufräumen näher zu bringen. Dabei ist es sehr wichtig sie nicht mit dem ganzen Chaos alleine zu lassen, sondern Ihnen zumindest Anweisungen zu geben, welchen Handgriff sie verrichten sollen. Die Kinder sind mit einer großen Aufgabe, wie „Räum das Kinderzimmer auf“ überfordert, aber eine klare Anweisung, wie „Wirf das rote Auto in die Kiste“ ist leicht befolgt und bringt auch gleich ein Erfolgserlebnis.

Mein Problem bei der Sache ist einfach, dass ich es nicht lassen kann nebenbei eine Inventur zu machen. Ich kenne (fast) jedes Teil in jeder Kiste persönlich und kann bei fast allen Spielzeugen die Herkunft (und oft auch den Preis 😉 ) nennen. Wenn jetzt eines am Abend nicht den Weg zurück in die Kiste findet werde ich unruhig. Oft schon hab ich die Kiste dann selbst zur Freude der Kinder wieder auf den Teppich gekippt um das neue Auto, das die Tante bei ihrem letzten Besuch mitgebracht hat wieder zu finden und ruhig schlafen zu können.

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